Da ich selbst seit mehr als 10 Jahren ‘blogge’ bevor es dafür ein überhaupt ein Wort gab, kennne ich eine Menge Blogger. Viele sind von öffentlichen Hostern im Laufe der Jahre zu eigenen Blogs auf WordPress-Basis gewechselt. Besonders aus diesem Kreis wird eine Frage immer wieder laut: »Es gibt so oft neue Releases von WordPress, muß ich wirklich jedes Update auch einspielen, jede Neuerung mitmachen?« Natürlich fragen sich das auch meine Kunden, bei denen WordPress als reines CMS ohne Blog läuft.
Es ist eine sehr berechtigte Frage. Zeitweise kommen Updates in so rascher Folge, daß es einem an die Nerven geht. Ich fasse gerne meine Erfahrungen mit WordPress in diesem Punkt zusammen. Aus meiner Sicht gilt:
- handelt es sich um Updates, die ausdrücklich bestehende Sicherheitslücken schließen, dann unbedingt einspielen
- große Versionssprünge, zum Beispiel den von 2.9 auf 3+, kann man sich durchaus in Ruhe überlegen
Einige meiner Kundenpräsensenzen unter WP laufen nach wie vor stabil und sicher unter der Version 2.9 Es gibt – entgegen der Meinung einiger Kollegen – keinen zwingenden Grund für ein Umsteigen, so lange ein System gut abgesichert und sauber läuft. Einziges Manko: Möchte man immer wieder neue Funktionalitäten über WordPress-Module, die sogenannten Plugins, seinem System hinzufügen, kann man auf Schwierigkeiten stoßen.
Der Grund: Entwickler, die ein neues Plugin schreiben, stützen sich meist auf die akuellste Version von WordPress, eine Abwärtskompatibilität ist nicht immer gegeben.
Ist man aber mit seinem System zufrieden, muß man nicht zwingend jeden Versionssprung mitvollziehen. Im Zweifelsfall ist es gut sich bei den Fachleuten für WP einzulesen, zum Beispiel bei Perun oder bei WordPress.org (hier in Deutsch) und in Ruhe zu überlegen, ob man die neuen Änderungen überhaupt braucht und/oder will.
Bei einem Versionssprung mit sehr vielen Neuerungen hat es sich als sinnvoll erwiesen einige Monate (!) abzuwarten. Erfahrungsgemäß folgen einem solchen Sprung in kurzer Folge zum einen Fehlerberichte und zum anderen Nachbesserungen zur Sicherheit. Da ist es klug mit einem großen Update zu warten, bis die »Kinderkrankheiten« behoben sind.
Immer gilt: Vergewissern Sie sich zunächst, daß die Plugins, die sie unbedingt benötigen, auch unter einer Neuversion sauber laufen. Informationen dazu finden Sie in der Regel auf den Seiten der jeweiligen Entwickler, die Links dorthin finden Sie normalerweise im Backend bei den entsprechenden Plugins.
Sollten Sie dann noch immer unsicher sein, fragen Sie einfach uns: Hier oder telefonisch.




